Mittwoch, 24. Februar 2010
What comes around...
...goes around.

Kennt ihr noch diese Geschichte?

Diesmal haben sie das Popstarlett des Protestantismus, so nennt sie zumindest der Spiegel, mit 1,54 Promille aus einem Phaeton gezogen. Schon wieder diese Karre mit dem unglücklichen Namen, bei dem sich beim Karma quasi von allein die Hemdsärmel hochrollen.

Vermutlich ist es nur dem Gottesdienerbonus zu verdanken, dass sie noch unter uns weilt.

Personen des öffentlichen Lebens sollte sich wirklich von dieser Karre fernhalten...

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Dienstag, 23. Februar 2010
Dawn of the Goethe
Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten,
Zu früh habt ihr euch dem trüben Blick gezeigt.
Versuch’ ich wohl, euch diesmal auszuschalten?
Fühl’ ich mein Herz noch jenem Wahn geneigt?
Ihr drängt euch zu! Es klingt des Schrotes Urgewalt,
Wie ihr aus Dunst und Nebel um mich steigt;
Mein Busen fühlt sich grauenhaft erschüttert
Vom Moderhauch, der euren Zug umwittert.

Ihr bringt mit euch die Bilder alter Tage,
Und manch bekannte Schatten steigen auf;
Gleich einer alten, halbverklungnen Sage
Kommt erste Nachbar’ dann Kollege mit herauf;
Der Schmerz wird neu, es bleibt die Klage
Des Überlebens labyrinthisch irren Lauf
Und nennt die Guten, die, um schöne Stunden
Vom Tod erhascht, vor mir hinweg geschwunden.

Sie hören nicht die klagenden Gesänge,
Die Seelen, denen ich den Abschied sang;
Zerstoben wird das grausige Gedränge,
durch des Benzinkanisters Donnerklang.
Feuer wütet in der unbekannten Menge,
Doch ihre Zahl macht meinem Herzen bang,
Wenig ist was sich der Menschlichkeit erfreuet,
Wenn es noch lebt, irrt es in der Welt zerstreuet.

Und mich ergreift ein längst entwöhntes Sehnen
Nach jenem stillen, ernsten Geisterreich,
Es schwebet nun in unbestimmten Tönen
Ein lispelnd Lied, der Äolsharfe gleich,
Ein Schauer fasst mich, Träne folgt den Tränen,
Das strenge Herz, es fühlt sich alt und weich;
Ich seh der Horde Arme weiten,
Und ich verschwand in untoten Gezeiten.

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Samstag, 20. Februar 2010
Die Freundlichkeit der Verkehrsverbände...
...kennt wahrlich keine Grenzen.

Jüngst betrat ich eine S-Bahn in letzter Minute, trabte zum Automaten und wollte eine Karte lösen. Der Automat war natürlich außer Betrieb, also ging es weiter zum hochgeschätzen Bahnführer, der mit höchst ungepflegtem Wortlaut auf den Automat aufmerksam macht. Natürlich kann man in modernen Zeiten nicht einfach eine Fahrkarte beim Bahnführer lösen, also setzt man sich eben hin und denkt sich seine Bürgerpflicht getan zu haben.

Doch der nette Bahnführer lässt sich natürlich nicht gern Geld entgehen und gibt daher den netten Kollegen vorbei, die sich zwei Haltestellen später vor allen Türen der S-Bahn aufbauen. Dummerweise nicht wirklich diskret und daher wurde die Bahn fluchtartig verlassen. Schön zu wissen, dass bei defekten Automaten dem Fahrgast gleich drei Mitarbeiter - Funkgeräte tun also - zum Lösen einer Fahrkarte zur Verfügung gestellt werden. 35 € sind allerdings recht saftiger Preis für eine 10-minütige Bahnfahrt...

Modern Times

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