Samstag, 11. April 2009
Wörter für die Müden
Kennt ihr diese Zustände geistiger und körperlicher Ermattung, das Hirn läuft auf Schleichfahrt und selbst der Gang zum Kühlschrank bringt euch zum erschöpften Aufstöhnen? Kennt ihr die Verzweiflung, wenn ihr diesen Zustand kommunizieren wollt, dass euch der Rest der Welt heute einfach mal scheissegal ist und ihr mit eurem Elend alleingelassen werden wollt, da jeder Versuch der Kommunikation dem wunden Hirn und den müden Muskeln nur Weiteres abverlangt.

Ich hab die Erlösung für euch und ein Wort, das gleichzeitig präzise Beschreibung eures Zustandes und Totschlagargument in einem ist:

Gnorgelfarbed! Ein Wort wie ein schiffbrüchiger Philosoph, irgendwo in der Wasserwüse des karbischen Meeres, der nicht weiss, ob der den Rettungsring jetzt loslassen soll oder nicht. Aber das wirklich tolle an diesem Wort ist, dass ihr eurer Umwelt schnell und präzise mitteilen könnt, wenn dieser Zustand wieder beendet ist, ihr sei dann ungnorgelfarbed.

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Dienstag, 31. März 2009
Beobachtungen am Rande
Ist euch schonmal aufgefallen, dass auf den neuen Polizeiautos nicht mehr "Dein Freund und Helfer" steht. Schade, nicht? Gibt ja schließlich auch nette Polizisten...

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Samstag, 28. März 2009
Öfter mal was Intellentes schreiben...
Wisst ihr was mir Sorgen macht? Natürlich nicht, wie auch. Ich meine irgendeine Kreatur, die am Rechner sitzt und Sachen in den Äther posaunt, kann schlecht verlangen, dass wildfremde Besucher darüber Bescheid wissen, was sie gerade denkt...ernsthaft.

Aber eigentlich wollte ich nur ein paar Zeilen totschlagen. Denn mir machen zur Zeit die Arschlöcher sorgen. Das Arschloch an sich ist zwar ein notwendiger Bestandteil der Gesellschaft, schließlich muss man sich ja irgendwie von irgendwas abgrenzen, um vernünftig in einem sozialen Umfeld operieren zu können.

In letzter Zeit habe ich aber das Gefühl, wenn das so weiter geht, dann hab ich das Gefühl, dass ich mangels Zugehörigkeitsmöglichkeiten bald selber das Arschloch bin. Arschloch werden läuft ja schließlich über ein Ausschlussverfahren.

BWLer, so ist zumindest der allgemeine Konsens, werden zu Arschlöchern erzogen, so rein empirisch betrachtet kann ich das auch für große Mengen bestätigen. Die sind einfach nicht nett zu einem, wenn sie sich nichts davon versprechen oder einem erzählen können, dass sie jetzt bei Daimler/Bosch/Black Water in einem Trainee-Programm sind.

Der durchschnittliche Jugendliche geht mir inzwischen auch gewaltig auf die Nerven, weil sie nur Aufmerksamkeitslärm (mit Mobiltelefonen!) produzieren, wie Vögel im Frühling. Hier bin ich, hier bin ich! Ficken, ficken, ficken!

Fernsehen geht mir sowieso auf die Nerven und ich glaube inzwischen wirklich, dass "Free Rainer" keine Satire, sondern tatsächlich eine Dokumentation der Zustände ist. Wer will sowas sehen, das tut doch weh.

Politiker sind...Politiker, aber irgendwie hab ich doch den vaagen Eindruck, dass selbst Josef Strauß, als bayrischer Badboy, auf diese erbärmliche Versammlung verdruckster Jaein-Sager einen großen, bayrischen Anschiss setzen würde.

Das Bildungssystem sägt mit großem Eifer daran eine möglichst umfassende Bildung zu vermitteln und will lieber Drohnen basteln, die genug Ahnung haben um an der CNC-Fräse keinen Mist zu bauen, aber politischen Entscheidungen soll man bitte nicht folgen können, eh alles zu kompliziert.

Überall sprießen Arschlöcher aus dem Boden, die jetzt sofort und gleich HABEN! wollen, aber bitteschön für umsonst. Mit halbgaren Meinungen, halbgarem Wissen und schlechtem Musikgeschmack, der laut zur Schau gestellt wird.

Wo kommen die alle her? Wo wollen die alle hin? Noch viel wichtiger: Wer räumt nach der Stampede alles wieder weg. Oder bin ich etwa das Arschloch geworden und alle um mich herum sind die Normalen? Was soll man tun? Kann man was tun?

Ducken scheint nicht zu helfen, denn irgendwann kommen die auch von oben.
Aber bevor die Apokalypse des Abendlandes über uns hereinbricht und Zumwinkel Bundeskanzler wird, weil die Wahlabwicklung irgendwie komisch lief, hab ich noch was zu lesen für den geneigten Leser: Digitale Paradiese. Da ist die Welt wenigstens noch einigermaßen in Ordnung und wenn nicht, hat man gleich die Aufgabe sich drum zu kümmern. Find ich gut, ist mal ne klare Ansage, dass da so ein Drache, Dämon, Diktator, manchmal auch Du Ärger machen und daher mehr oder minder elegant entsorgt werden müssen.

Digitale Paradiese lesen! Ein feines Buch und ansonsten: Return the fucking fire! Ich muss grad nachladen...

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